24.05.2025
Am 24. Mai 2025 hat der erste Vernetzungs-Treff für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten stattgefunden.
Am ersten Vernetzungs-Treff sprach eine Stipendiatin aus, was viele junge Menschen umtreibt: «Es ist manchmal beängstigend. Ich weiss gar nicht, ob ich eine Zukunft habe.» Angesichts von Klimawandel, Kriegen und der Konkurrenz durch KI ist die Ausgangslage tatsächlich eine Herausforderung.
Obwohl oder gerade, weil zurzeit die unterschiedlichsten Berufsgruppen befürchten, durch KI ersetzt zu werden, halten wir als Stiftung an unserer Überzeugung fest: Eine gute Ausbildung ist das A - und ein gutes Netzwerk das O, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Als Stiftung ist es uns ein Anliegen allen Dettling-Generationen eine Plattform zu bieten, die es erlaubt, Knoten für Knoten in das familiäre Netzwerk zu knüpfen.


Der Vernetzungs-Treff ist eine solche Plattform. Beim Austausch über zwei spannende Themen und dem anschliessenden Apéro haben die Stipendiaten einander, den Stifter Franz-Xaver und die Stiftungsräte näher kennengelernt.
Wie Franz-Xaver deutlich machte, ging es aber nicht nur ums Kontakteknüpfen. Ihm liegt auch der Fortbestand des Stiftungsrates und der Stiftung am Herzen. Es brauche junge Leute als Sprachrohr ihrer Generation im Stiftungsrat und frische Ideen, wie die Bedürfnisse der jungen Dettlinge zu erfüllen seien, betonte er und ergänzte gleich mit einem deutlichen Aufruf: «Am Ende des heutigen Anlasses möchte ich eine oder einen Stipendiaten im Stiftungsrat aufnehmen.»
Wie wichtig ein tragfähiges Netzwerk ist, zeigte Martina auf eindrückliche Weise in ihrem Vortrag. Sie absolviert ein berufsbegleitendes Studium der Sozialen Arbeit an der HSLU in Luzern.
Gleich zu Beginn brachte sie eine Parallele zum Stiftungszweck ein. Der Kodex der Sozialen Arbeit besagt: «Alle Menschen haben Anrecht auf die Befriedigung existentieller Bedürfnisse sowie auf Integrität und Integration in ein soziales Umfeld. Gleichzeitig sind Menschen verpflichtet, andere bei der Verwirklichung dieses Anrechts zu unterstützen. Voraussetzungen für das erfüllte Menschsein sind die gegenseitig respektierende Anerkennung des oder der Anderen, die ausgleichend gerechte Kooperation der Menschen untereinander und gerechte Sozialstrukturen.»
Martina erzählte aus ihrem Berufsalltag, wie zentral Menschlichkeit, Nähe und sozialer Umgang seien und wieviel Dankbarkeit sie für ihr Engagement erlebe.


In einem zweiten Vortrag haben Richard, Risk und Programm Manager im Finanzbereich, und sein Sohn Benji, Informatik-Student an der ETH, das Thema KI aufgegriffen und anschaulich erklärt, wie sie funktioniert. Maschinen lernen, indem Menschen ihnen Unmengen von Daten zuführen - zum Beispiel abertausende beschriftete Katzenbilder. Wären nur schwarze und orange Katzen gezeigt worden, würde die KI eine graue möglicherweise für eine Maus halten. Wie KI die Daten organisiert, welche Puzzle-Teile sie zusammenfügt, bevor sie antwortet, ist für Menschen oft nicht mehr bis ins Detail nachvollziehbar. Dazu kommen fehlerhafte und veraltete Daten, was die Grenzen der Technologie deutlich macht. Am Ende stand die Frage «KI – Fluch, Segen oder verfluchter Segen?» Eine eindeutige Antwort gab es nicht, jedoch lässt sich aus Stiftungssicht durchaus eine Erkenntnis anfügen: Eine gute Bildung ist unerlässlich für einen souveränen und nutzenbringenden Umgang mit künstlicher Intelligenz.
danke, dass ihr der Einladung zum ersten Vernetzungs-Treff gefolgt seid! Wir - der Stifter Franz-Xaver und der Stiftungsrat - haben uns sehr gefreut, euch kennenzulernen. Wir haben die Gemeinschaft mit euch genossen und gesehen, dass die Förderung auf fruchtbaren Boden fällt. Wir sind überzeugt, dass ihr die Herausforderungen eurer Zeit meistern werdet.
Bis ganz am Schluss des Apéros blieb es spannend, ob sich jemand für den Posten der Jugendbotschafterin oder des Jugendbotschafters im Stiftungsrat melden würde. Und ja, es gibt eine Interessentin, was uns ausserordentlich freut.
